1) Vertrauen schenken und Vertrauen gewinnen: Vertrauen als erlernbare Fähigkeit

Nur mit blindem Vertrauen in ihren Begleitläufer kann Verena Bentele mit bis zu 70 Stundenkilometern jede Abfahrt bewältigen. Aber was bedeutet „blindes Vertrauen“ wirklich? Wann benötigen wir es besonders? Wie können wir es bei zwischenmenschlichen Konflikten erhalten und nutzen? Jede Beziehung zu anderen Menschen, ob im Beruf, in der Partnerschaft in der Familie und mit Freunden, braucht…

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…ein hohes Maß an Vertrauen, um erfolgreich und entspannt zu sein. Vertrauen kann trainiert werden, davon ist Verena Bentele überzeugt.

Kontrolle führt ans Ziel, Vertrauen aufs Siegertreppchen: Als Blinde muss sie oft ein Stück mehr vertrauen, ohne lange darüber nachdenken zu können. Verena Bentele stößt jeden Tag an Grenzen, weil ihr unsichtbare Hindernisse im Weg stehen oder etwas passiert, was sie nicht sofort überblicken kann. Dann hilft nur eins: Vertrauen – in andere Menschen und vor allem in sich selbst. „Sonst höre ich auf, mich zu bewegen, bevor ich überhaupt eine Grenze erreicht habe. Eine maßvolle Kontrolle hilft mir beim Überwinden von Ängsten, schafft einen sicheren Raum und gibt mir die Möglichkeit, mich auszuprobieren. Kontrolle macht mich überlebensfähig. Vertrauen macht mich lebensfähig. Ich erweitere Schritt für Schritt meine Grenzen, mache dabei außergewöhnliche Erfahrungen und gewinne neue Erkenntnisse.“

Vertrauen bedeutet: Maximale Offenheit signalisieren, die eigenen Bedürfnisse artikulieren, ehrliche und präzise Ansagen machen. Vertrauen heißt auch, mit einem Vertrauensvorschuss und voller Optimismus, aber nicht mit geschlossenen Augen, eine zwischenmenschliche Beziehung aufzubauen.

In ihren Vorträgen und Seminaren erklärt Verena Bentele ihre Strategie, um von intuitiven zum bewussten Vertrauen zu gelangen. „Vertrauenstraining bedeutet, jeden Tag den Mut aufbringen, die Grenzen, die uns die Angst setzt, Stück für Stück zu verschieben. Ich schaffe das, indem ich Hindernisse als Trainingsgerät im „Übungsparcours Leben“ verstehe. Überspringe ich ein Hindernis, so erwerbe ich dabei Fähigkeiten, die ich für das nächste Hindernis nutzen kann. Wirklich blind ist nur, wer nicht vertrauen kann.

2) Mit Motivation im Team zum Erfolg

Um sich selbst und andere zu motivieren, sind klare Ziele eine wichtige Voraussetzung. Wer sich sein Ziel vor dem inneren Auge vorstellen kann, weiß, wofür es sich lohnt, die Zähne zusammen zu beißen. Für den Bergsteiger ist es das Gipfelkreuz, an dem er stehen möchte.

Im täglichen Leben ist das Anfordern und Annehmen von Unterstützung eine wichtige Motivation. Um erfolgreich zu sein, brauchen Sportler wie Unternehmen ein motiviertes Team, in dem Vertrauen die Basis der gemeinsamen Arbeit ist. Nur wer sich…

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…auf seine Mitspieler verlässt, kann sich auf das Erreichen eines gemeinsamen Ziels konzentrieren.

Offenheit, gute Absprachen und eine gemeinsame Arbeitsorganisation sind die Grundlagen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Kollegen, die sich als Team begreifen, die Fähigkeiten jedes Einzelnen nutzen und gemeinsam Verantwortung übernehmen, kommen ihren Zielen jeden Tag ein kleines Stück näher. Vor allem, wenn sie wissen, dass ihr Chef stets wertschätzend mit der Leistung der Einzelnen umgeht.

Um ihr Team zu motivieren, müssen Führungskräfte für die gemeinsamen Ziele begeistern und alle am Erfolg beteiligen. Regelmäßige wertschätzende Rückmeldungen zeigen jedem einzelnen Mitarbeiter, dass er wahrgenommen wird. Kritische Rückmeldungen zur richtigen Zeit können eine Chance auf Veränderung sein.

Nur im Team kann die Goldmedaille gewonnen werden. Verena Bentele schildert, wie es ihr täglich gelingt, sich und ihr Team zu Höchstleistungen zu motivieren. Sie erklärt, wie man gemeinsam trainiert und wie wichtig eine gute Planung ist, um gesetzte Ziele zu erreichen und Grenzen zu überwinden. Sie malt im Kopf ihrer Zuhörer ein Bild der Goldmedaille, so rücken kleine und große Ziele in Reichweite.

3) Kommunikation als Wegweiser zum Erfolg

Haben Sie schon einmal einen Berg mit dem Fahrrad bezwungen, der so steil ist, dass Sie dachten: „Es geht nicht weiter“? Diese Erfahrung kennt nicht nur jeder Sportler. Auch im Alltag und im Arbeitsleben haben wir solche Situationen…

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…Um sie zu meistern, ist ein gutes Team mit einer hervorragenden Kommunikation wichtig.

Rechts, links, hopp ... das ist die Sprache, mit der Begleitläufer Verena Bentele über die Loipe führten. Wie erklären wir wichtige Details? Wann geben wir Feedback? Was sollten wir anderen erzählen, damit sie uns verstehen und unsere Ziele kennen? Verena Bentele beschreibt, wie die Kommunikation in ihrem Team auf dem Weg nach Vancouver funktioniert hat und erklärt, wie sich Kommunikation trainieren lässt, damit ein Team funktionieren kann.

Um im Wettkampf um eine Medaille mitlaufen zu können, ist für blinde Athleten vor allem wichtig, zu klären, wer welche Aufgaben übernimmt. Trainiert werden muss auch die Genauigkeit sprachlicher Anweisungen. Je exakter die Anweisungen, desto schneller gelangt man zum Ziel. Funktionieren die Abläufe nicht, ist eine gute Feedbackkultur nötig, um mögliche Fehlerquellen schnell zu beseitigen. Dazu gehört neben einer offenen und ehrlichen Aussprache auch, dass Schwierigkeiten zum richtigen Zeitpunkt angesprochen werden.

4) Umgang mit Leistungsdruck: Druck als Beschleunigung oder Belastung

Ohne Fleiß kein Preis. Nur die Harten kommen in den Garten. Sprüche, wie wir sie in der „Generation Leistungsdruck“ ständig hören. Bin ich gut genug? Das ist die Frage, die Schüler und Berufsanfänger bewegt. Bin ich noch gut genug?…

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…Das fragen sich Menschen ab 40, wenn sie aufgrund von Einsparungen im Unternehmen befürchten müssen, von jüngeren, technisch fitteren und günstigeren Kollegen ersetzt zu werden.

Die Anforderungen der Arbeitswelt werden jedes Jahr höher. Der Leistungsdruck nimmt zu. Überstunden werden in vielen Branchen verlangt. Überforderung, Zukunftsängste und Burn out-Erkrankungen treten immer häufiger auf.

Eine hohe Arbeitsbelastung erzeugt Druck – ob beim Abschluss eines wichtigen Projekts oder beim Abwickeln eines großen Auftrages. Das Zeitfenster ist knapp, die Menge der Arbeit ist groß und die Qualität des Ergebnisses soll erstklassig sein. Um in diesem Wettstreit zu bestehen, ist effektives Training genauso wichtig wie ausreichende Regenerationsphasen.

Dauerhaft erfolgreich ist, wer zwischendurch auch mal herunterkommt und neue Kräfte sammelt. Anspannung vor dem Start, Entspannung nach der Ziellinie. Dieses einfache Rezept war für Verena Bentele der Schlüssel zum Erfolg. Sie spricht darüber, wie sie im Training mit Hilfe eines Plans ihre Kräfte gut eingeteilt hat, um im Endspurt zu gewinnen. Sie zeigt Wege auf, mit den hohen Anforderungen der modernen Arbeitswelt umzugehen und erklärt ihre Entspannungstechniken.